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Arbeitskreis Luchs Nordbayern
Kolpingplatz 1
95688 Friedenfels

Tel.: 09683 9144
Fax: 09683 770
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Luchs - Wildtiere - Jäger

Die Hauptnahrung des Luchses ist das Reh. Wo es genug Rehe gibt, also in großen Bereichen unseres Gebietes, ernährt sich der Luchs bis zu 90 % von Rehen. Das kann zu Konflikten mit den Jägern führen, denn ein Reh, das vom Luchs gefressen wurde, kann der Jäger nicht mehr erlegen und verwerten. Der Lebensraum eines einzelnen Luchses ist bei uns aber so groß, dass die vom Luchs gefressenen Rehe in den meisten Gebieten für die Jäger keine Rolle spielen. Eine Luchsin braucht etwa 10.000 ha, also 100 Quadratkilometer für ihr Revier, ein Kuder etwa 40.000 ha bis 50.000 ha. Dabei können sich die Reviere von Luchsin und Kuder auch überlagern. In seinem Territorium braucht ein Luchs pro Jahr etwa 50 bis 100 Rehe, also rein rechnerisch 0,5 bis 1,0 Rehe pro Quadratkilometer. Zum Vergleich: Die Jäger erlegen zwischen einem und zehn Rehe pro Quadratkilometer im Jahr.

Bei hohen Wildkonzentrationen, z. B. an Winterfütterungen, kann der Luchs sehr leicht Beute machen. Hier kann die Anzahl der vom Luchs getöteten Rehe so hoch sein, dass es dem zuständigen Jäger auffällt.

Wenn der Luchs jagt, bemerken dies die Rehe und ändern ihr Verhalten. Sie werden scheuer, vorsichtiger, unberechenbarer, unsichtbarer. Verlässt der Luchs das Revier, meist nach wenigen Tagen, kehren die Rehe zu ihrem normalen Verhalten zurück.

Neben Rehen erbeutet der Luchs auch Hasen, Füchse, kleinere Wildschweine (Frischlinge) und selten auch einmal Haustiere wie Schafe oder Ziegen.


Luchs und Nutztiere

Selten, aber dennoch kann es vorkommen, dass ein Luchs ein Nutztier tötet, z. B. Schafe, Ziegen oder eingezäunte Wildtiere. Hier treten die zahlreichen im Gebiet verteilten Mitglieder des Netzwerks Große Beutegreifer in Aktion. Vor Ort nehmen sie solch ein Ereignis in Augenschein. Bei Luchsverdacht wird der Tierkörper dann in der zuständigen Tierbeseitungsanlage abgehäutet und genauer untersucht. Wird der Luchs als Verursacher festgestellt, erhält der Besitzer des Nutztieres gemäß dem Bayerischen Luchs-Managementplan einen finanziellen Schadensersatz.

Aktuelles

Geschichte der Freilassung des Luchses im Steinwald

Am07. August 2016 wurde im Steinwald ein weiblicher Luchs freigelassen. Das Tier stammt [...]
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Luchs im Steinwald

Viele Pflanzen- und Tierarten wurden in den letzten Jahrhunderten von Menschen ausgerottet, dies hält zum Teil noch [...]
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